Dutch Oven einbrennen: So geht’s in 5 einfachen Schritten

Unbeschichteter Dutch Oven mit Pflanzenöl und Tuch zum Einbrennen auf einem Campingtisch

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Ein Dutch Oven aus unbeschichtetem Gusseisen benötigt eine schützende Patina. Diese eingebrannte Ölschicht schützt den Topf vor Rost und sorgt dafür, dass Speisen weniger leicht anhaften.

Viele neue Dutch Oven sind bereits vorbehandelt und sofort einsatzbereit. Neu einbrennen solltest du den Topf vor allem dann, wenn er unbehandelt ist, Roststellen aufweist oder seine Patina durch eine falsche Reinigung beschädigt wurde.

Wichtig: Diese Anleitung gilt ausschließlich für unbeschichtetes Gusseisen. Ein emaillierter Dutch Oven darf nicht auf diese Weise eingebrannt werden.

Wann muss ein Dutch Oven eingebrannt werden?

Ein erneutes Einbrennen ist sinnvoll, wenn die Oberfläche stumpf, fleckig oder rostig geworden ist. Auch wenn Speisen plötzlich stark anhaften oder der Topf längere Zeit feucht gelagert wurde, kann eine neue Patina notwendig sein.

Eine intakte, gleichmäßig dunkle Oberfläche musst du dagegen nicht nach jeder Benutzung neu einbrennen. Meist genügt es, den Dutch Oven zu reinigen, gründlich zu trocknen und hauchdünn einzuölen.

Schritt 1: Dutch Oven gründlich reinigen

Entferne zunächst Speisereste, lose Rückstände und mögliche Roststellen. Dafür eignen sich warmes Wasser, eine Bürste oder ein nicht zu grober Reinigungsschwamm.

Hartnäckigen Rost kannst du vorsichtig mit Stahlwolle oder einer geeigneten Metallbürste lösen. Danach muss der Abrieb vollständig abgespült werden.

Ein wenig mildes Spülmittel bei einer Grundreinigung zerstört Gusseisen nicht. Aggressive Reiniger, langes Einweichen und die Spülmaschine sind jedoch ungeeignet.

Schritt 2: Den Topf vollständig trocknen

Trockne den Dutch Oven zunächst mit einem Tuch ab. Erwärme ihn danach kurz bei niedriger bis mittlerer Hitze, damit auch die Feuchtigkeit aus den Poren des Gusseisens verschwindet.

Lasse den Topf anschließend so weit abkühlen, dass du ihn sicher anfassen und einölen kannst. Benutze dabei hitzebeständige Handschuhe.

Schon kleine Mengen zurückgebliebener Feuchtigkeit können später Rost verursachen. Dieser Schritt sollte deshalb nicht übersprungen werden.

Schritt 3: Eine sehr dünne Ölschicht auftragen

Verwende ein hitzebeständiges, geschmacksneutrales Pflanzenöl, beispielsweise raffiniertes Raps- oder Sonnenblumenöl. Trage es mit einem fusselfreien Tuch auf die gesamte Oberfläche auf.

Behandle dabei die Innen- und Außenseite, den Deckel sowie alle Kanten. Überschüssiges Öl musst du anschließend mit einem sauberen Tuch gründlich abwischen.

Die Oberfläche soll nur leicht glänzen und sich beinahe trocken anfühlen. Eine zu dicke Ölschicht wird beim Erhitzen klebrig und kann eine ungleichmäßige Patina bilden.

Schritt 4: Das Öl unter Hitze einbrennen

Am gleichmäßigsten gelingt das Einbrennen in einem geeigneten Backofen oder in einem geschlossenen Grill. Beachte dabei immer die Temperaturangaben des Herstellers.

Stelle den Dutch Oven umgedreht auf einen Rost und lege darunter ein Blech oder eine hitzebeständige Unterlage. Erhitze ihn ungefähr eine Stunde lang auf etwa 220 bis 250 Grad Celsius.

Beim Einbrennen können Rauch und Gerüche entstehen. Sorge für sehr gute Belüftung und beachte die Brandsicherheit. Ein Grill im Freien ist deshalb häufig die angenehmere Lösung.

Lasse den Dutch Oven danach langsam und kontrolliert abkühlen. Berühre ihn erst wieder, wenn er eine sichere Temperatur erreicht hat.

Schritt 5: Vorgang bei Bedarf wiederholen

Nach dem Abkühlen sollte die Oberfläche trocken, gleichmäßig und dunkler aussehen. Bei einem unbehandelten oder stark restaurierten Dutch Oven kannst du das dünne Einölen und Erhitzen noch ein- bis zweimal wiederholen.

Mehr Öl pro Durchgang verbessert das Ergebnis nicht. Mehrere sehr dünne Schichten ergeben eine widerstandsfähigere Patina als eine einzige dicke Schicht.

Bevor du Lebensmittel zubereitest, solltest du prüfen, ob keine klebrigen Stellen oder losen Rückstände vorhanden sind.

So bleibt die Patina lange erhalten

Reinige den Dutch Oven möglichst bald nach der Benutzung mit warmem Wasser und einer Bürste. Weiche ihn nicht über längere Zeit ein und stelle ihn nicht in die Spülmaschine.

Trockne ihn anschließend vollständig und reibe ihn bei Bedarf hauchdünn mit Öl ein. Lagere den Topf an einem trockenen Ort und lege den Deckel leicht versetzt auf, damit Luft zirkulieren kann.

Weitere typische Fehler bei Verwendung, Reinigung und Lagerung findest du in meinem Ratgeber über fünf Dutch-Oven-Fehler für Anfänger.

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Fazit: Dünne Ölschichten sind entscheidend

Beim Einbrennen kommt es nicht auf möglichst viel Öl, sondern auf eine dünne und gleichmäßige Schicht an. Gründliches Reinigen, vollständiges Trocknen und kontrolliertes Erhitzen schaffen eine belastbare Patina.

Ist dein Dutch Oven bereits vorbehandelt und seine Oberfläche intakt, musst du ihn nicht unnötig neu einbrennen. Gute Reinigung und trockene Lagerung reichen dann normalerweise aus.

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