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  • CampingCard ACSI: Lohnt sie sich wirklich? Unsere Erfahrungen in Italien und Kroatien

    CampingCard ACSI: Lohnt sie sich wirklich? Unsere Erfahrungen in Italien und Kroatien

    Die CampingCard ACSI verspricht günstigeres Campen in der Nebensaison. Statt den Stellplatz und jede Person einzeln zu bezahlen, gilt auf teilnehmenden Campingplätzen ein festgelegter Übernachtungspreis für zwei Personen. Das kann die Reisekosten deutlich senken.

    Wir haben die Karte vor allem bei Campingreisen nach Italien und Kroatien genutzt. Dabei zeigte sich jedoch auch: Ob sich die CampingCard wirklich lohnt, hängt von der Reisezeit und den eigenen Wünschen an den Stellplatz ab. Wer flexibel reist, kann viel Geld sparen. Wer dagegen in den Schulferien unterwegs ist oder einen bestimmten Platz direkt am Wasser möchte, profitiert möglicherweise weniger.

    In diesem Ratgeber erfährst du, wie die CampingCard ACSI funktioniert, welche Vor- und Nachteile wir erlebt haben und für wen sie sich besonders lohnt.

    Was ist die CampingCard ACSI?

    Die CampingCard ACSI ist eine Rabattkarte für die Vor- und Nachsaison. Auf teilnehmenden Campingplätzen zahlst du einen festgelegten Übernachtungspreis. Dieser richtet sich nach einer von mehreren Tarifstufen des jeweiligen Platzes.

    Der große Unterschied zur normalen Preisberechnung: Häufig werden ohne Rabattkarte der Stellplatz, die mitreisenden Personen und einzelne Leistungen getrennt berechnet. Beim ACSI-Tarif sind der Stellplatz und zwei Erwachsene bereits im vereinbarten Preis enthalten. Dadurch lässt sich besonders bei mehreren Übernachtungen einiges sparen.

    Welche Leistungen genau eingeschlossen sind, sollte man vor der Buchung beim jeweiligen Campingplatz prüfen. Auch die Zeiträume, in denen der ACSI-Tarif gilt, unterscheiden sich. Wunschplätze, größere Parzellen oder besonders schön gelegene Stellplätze können ausgeschlossen sein oder einen Aufpreis kosten.

    Unsere Erfahrungen mit ACSI in Italien und Kroatien

    Als unsere Kinder noch klein waren, konnten wir fast ausschließlich während der Schulferien verreisen. Genau dann war die CampingCard für uns häufig weniger interessant, weil viele vergünstigte ACSI-Zeiträume außerhalb der Hauptsaison liegen.

    Später reisten wir zwar flexibler, legten aber mehr Wert auf die Lage des Stellplatzes. Besonders in Italien und Kroatien wollten wir gerne möglichst weit vorne und nah am Wasser stehen. Solche bevorzugten Stellplätze waren zum günstigen ACSI-Tarif nicht immer verfügbar. Teilweise musste man eine andere Platzkategorie wählen oder für die gewünschte Lage mehr bezahlen.

    Trotzdem waren unsere Erfahrungen insgesamt positiv. Auch wenn wir nicht immer den Wunschplatz bekamen, erhielten wir für vergleichsweise wenig Geld einen schönen und brauchbaren Stellplatz. Wer bei der genauen Lage flexibel ist, kann mit der CampingCard deshalb spürbar sparen.

    Für wen lohnt sich die CampingCard ACSI?

    Besonders interessant ist die CampingCard für Camper, die außerhalb der Hauptsaison reisen können und bei der Stellplatzwahl flexibel bleiben. Schon bei wenigen Übernachtungen kann die Ersparnis den Preis der Karte ausgleichen.

    Die CampingCard passt besonders gut zu dir, wenn du:

    • überwiegend in der Vor- oder Nachsaison reist,
    • mehrere Campingplätze während einer Reise besuchst,
    • nicht zwingend eine bestimmte Parzelle benötigst,
    • auch mit einem Stellplatz in der zweiten oder dritten Reihe zufrieden bist,
    • deine Übernachtungskosten besser kalkulieren möchtest.

    Weniger geeignet ist sie, wenn du nur während der Hauptsaison verreisen kannst oder ausschließlich besonders große, luxuriöse beziehungsweise direkt am Wasser gelegene Stellplätze buchen möchtest. In diesem Fall solltest du vorab genau prüfen, ob deine gewünschte Platzkategorie zum ACSI-Tarif angeboten wird.

    Vorteile und Nachteile im Überblick

    Vorteile

    • feste und gut kalkulierbare Übernachtungspreise
    • Stellplatz und zwei Erwachsene bereits im Tarif enthalten
    • große Auswahl teilnehmender Campingplätze in Europa
    • besonders interessant für Reisen in der Nebensaison
    • mögliche Ersparnis bereits nach wenigen Übernachtungen
    • geeignet für Rundreisen mit mehreren Zwischenstopps

    Nachteile

    • die Vergünstigung gilt nicht während aller Reisezeiträume
    • bevorzugte oder besonders schön gelegene Stellplätze können ausgeschlossen sein
    • mögliche Aufpreise für bestimmte Platzkategorien oder Zusatzleistungen
    • während der Schulferien ist die Karte häufig weniger nützlich
    • Bedingungen und verfügbare ACSI-Plätze unterscheiden sich je nach Campingplatz
    • wer nur selten campt, spart möglicherweise weniger als der Kaufpreis der Karte

    Was kostet die CampingCard ACSI?

    Die CampingCard ACSI ist 2026 je nach Ausgabe und Variante ab 20,95 Euro erhältlich. Auf den teilnehmenden Campingplätzen gelten acht feste Übernachtungstarife von 13, 15, 17, 19, 21, 23, 25 oder 27 Euro für zwei Personen.

    Nach Angaben von ACSI kann sich die Anschaffung bereits ab vier Übernachtungen rechnen. Ob das im Einzelfall stimmt, hängt jedoch davon ab, was der Campingplatz ohne Karte kosten würde und welche zusätzlichen Gebühren anfallen.

    Im Festpreis sind bis zu 4 kWh Strom pro Tag enthalten. Kurtaxe, Umweltabgaben, zusätzlicher Stromverbrauch und besondere Platzkategorien können zusätzlich berechnet werden. Deshalb solltest du vor der Anreise immer die Angaben des jeweiligen Campingplatzes prüfen.

    Die aktuellen Varianten, Preise und enthaltenen Leistungen findest du direkt auf der offiziellen Seite der CampingCard ACSI.

    Preis- und Tarifstand: September 2026. Preise und Bedingungen können sich ändern.

    So holst du mehr aus der CampingCard heraus

    Prüfe vor jeder Reise, in welchem Zeitraum der gewünschte Campingplatz die Karte akzeptiert. Die Gültigkeitszeiträume können sich von Platz zu Platz unterscheiden.

    Vergleiche außerdem den ACSI-Tarif mit dem regulären Gesamtpreis für Stellplatz und Personen. Ein niedriger Festpreis ist attraktiv, aber nur dann ein echter Vorteil, wenn die gewünschte Platzkategorie verfügbar ist und keine hohen Zusatzkosten entstehen.

    Wenn dir die Lage wichtig ist, solltest du vor der Buchung nachfragen, welche Parzellen zum ACSI-Tarif angeboten werden. So vermeidest du die Erwartung, automatisch einen Platz in erster Reihe oder direkt am Wasser zu erhalten.

    Passende Reisevorbereitung

    Planst du deine erste Tour mit dem Wohnmobil? Dann hilft dir unsere Checkliste „Erste Wohnmobilreise: 12 Punkte vor der Abfahrt“ bei der Vorbereitung.

    Wenn du mit einem Wohnwagen unterwegs bist, findest du in unserem Ratgeber „Wohnwagen-Erstausstattung: 15 Dinge, die Anfänger wirklich brauchen“ eine praktische Grundausstattung.

    Unser Fazit: Lohnt sich die CampingCard ACSI?

    Für flexible Camper, die in der Vor- oder Nachsaison unterwegs sind, kann sich die CampingCard schnell lohnen. Besonders auf einer längeren Reise durch Italien oder Kroatien lassen sich die Übernachtungskosten damit besser planen und häufig deutlich reduzieren.

    Wer dagegen an die Schulferien gebunden ist oder nur einen bestimmten Premiumstellplatz akzeptiert, sollte vor dem Kauf genauer rechnen. Unsere Erfahrung zeigt: Man bekommt nicht immer den bevorzugten Platz, aber häufig trotzdem einen schönen Stellplatz zu einem günstigen Preis.